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…wie sie mir gefällt!

Dezember 2024

In meinen gezeichneten Malereien oder gemalten Zeichnungen entstehen Bilder mit Bezug auf unsere Lebenszustände.

Während des Malens und Zeichnens gewähre ich dem Bild mehr und mehr die Oberhand zu erlangen. Zunehmend bestimmt die Entstehung des Bildes sich selbst. Malerei oder Zeichnung entwickeln einen eigenen Prozess, der nicht primär von mir gelenkt wird, der sich im besten Falle verselbstständigt. Zumindest glaube ich daran, da ich nicht wissen will was passiert. Eher lass ich es geschehen. Das ist aufregend und es bereitet unendliches Vergnügen dabei zu zu sehen, wie etwas entsteht, das nicht vorhergesehen war.

Die Sujets sind aus unseren zivilisatorischen Kontexten entnommen. Motive wähle ich spontan, sammle und archiviere ich. Die Vorbereitung ist sehr genau, akribisch nahezu. Auswahl der Vorlage, sehr exakte  Vorzeichnung, Zeitschema und  Vorauswahl der Materialien. Dabei durchdringt das Motiv meinen Körper eine Auseinandersetzung findet statt, welche notwendig ist, damit ein Prozess des Loslassens überhaupt stattfinden kann. Diese Phase ist sehr spannend und aufregend. Ich versuche ein Bild in einem Guss zu verwirklichen, wenn nötig nicht durch Schlaf zu unterbrechen, damit der entstandene kostbare Spirit nicht zu sehr gestört wird. Ein Spirit oder Flow, der bei jedem Bild verschieden neu ist. Arbeits- und Über-Titel dieser schon seit ein paar Jahren andauernden Serie heisst: „Die Welt wie sie mir gefällt.“

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